Tag 184: Antalya, Izmir uuuunnnnddd Gummersbach

August 12, 2010

Ja, genau: Gummersbach. Die feine Perle des bergischen Landes. Dort befindet sich die Theodor Heuss Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung. Für ein Philosophieseminar und den Stipendiatenkonvent habe ich einen Trip nach Deutschland unternommen. Dort konnte ich einige Freunde und Eltern wiedersehen und viele neue interessanten Menschen kennenlernen.

Nach diesem kurzen, etwas mehr als eine Woche, Abstecher ging es wieder zurück nach Hause. Dieses hat sich mehr und mehr von meiner Wohnung in Besiktas zum Cafe Nero verschoben. In diesem Starbucksverschnitt lässt es sich sehr gut arbeiten, da meist nur Studenten lernen, es klimatisiert und die Musik auch sehr leise und angenehm ist. Eine Woche lang bis zu acht Stunden täglich habe ich dort intensivst an meiner Bachelorarbeit gearbeitet und bin auch schon gut vorangekommen.

Diese Arbeitsphase wurde durch einen weiteren sehr schönen Trip (und jetzt wird der Eintrag auch interessanter) unterbrochen. Seit langer Zeit haben Ayse und ich uns gegenseitig versprochen noch eine Reise zu unternehmen. Das Ziel stand fest: Süd- und Westürken entlang der ägäischen See. Gesagt, getan! Wir hatten sehr viel Glück und haben nur vier Tage vor der Abreise richtig gute Flüge gefunden. Für nur 100 Lira pro Person sind wir am 04. August nach Antalya und am 11.08. von Izmir zurück nach Istanbul geflogen. Im Anbetracht dessen, dass meine Mitbewohner 140 Lira für zehnstündige Busreisen in die selbe Regione bezahlt haben, ein wahres Schnäppchen.

Wir wollten zwei Tage in Antalya verbleiben und so habe ich dort nach einer Couch (www.couchsurfing.com) gesucht. Diese habe ich auch kurz vor dem Abflug gefunden und wir haben zwei sehr schöne Tage mit einem spanischen Piloten namens Pepe verbracht, welcher uns mit einem riesigen Appartment circa dire Minuten vom Meer überraschte. Nebst Grillen, Stadtbesichtigung und einem Treffen mit anderen Couchsurfern in der Gegend sind wir auch jede Nacht bis 4 Uhr morgens schwimmen gegangen. Dies war auch im Anbetracht der Luftfeuchtigkeit und Hitze äußerst angebracht.

Unser relativ enger Zeitplan ließ uns am dritten Tag mit einem Bus nach Fethiye fahren. Dort haben wir uns in einem semi-schönen Hostel eingefunden. Am Abend sind Ayse und ich zu einem Fischmarkt gegangen, haben uns jeweils einen Fisch ausgesucht, diesen erworben um damit zu einem der vielen Restaurants zu gehen und für fünf Lira diesen zubereiten zu lassen. Für dieses kleine Geld gab es dann wunderbar gebratenen Fisch, Salat und Knoblauchbrot. Am gleichen Abend haben wir auch eine Bootstour für den kommenden Tag erworben. Dieses Tour war wirklich fantastisch. Für 25 Lira sind wir  von morgens um halb elf bis Abends um sieben Uhr mit einem Boot mit circa 45 Leuten an zwölf Insel vorbeigefahren. An fünf Stationen durften wir für jeweils 45 Minuten ins azurblaue Wasser springen und auch ein üppiges Mittagessen genießen. Es war wirklich der Hammer und ich bin auch gut (rot und dann) braun geworden. Der Abend wurde gemütlich bei einem Eiskaffee ausklingen gelassen um am nächsten Tag zu unserer nächsten Station zu fahren: Pamukkale.

Dieses Kaff hat nebst touristischem Gedöns nichts zu bieten und ist nur ein beliebtes Anlaufziel für seine heißen Quellen und seinen Kalksinterterrassen. Diese sehr interessante Landschaft ist wirklich beeindruckend und wir haben auch mehrere Stunden in den Bädern verbracht. Danach ging es noch in den Pool und morgens früh zur nächsten Station unsere Reise.

Ephesus ist eine alte Ruinenstadt der antiken Griechen. Zu seiner Zeit war es die zeitgrößte Stadt der Welt. Die Überreste sind beeindruckend und wir mussten mal wieder mit unserer Museeumskarte aus Istanbul nichts für den Eintritt bezahlen. Nach dem vielen Schwimmen und der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten war dieser kultureller Abstecher wirklich äußerst lohenswert. Die letzte Station unsere Trip wurde noch am selben Tag angegangen und wir trafen uns mit dem zweiten Couchsurfinghost Dogan in Izmir. Die Wohnung war weniger luxiriös als die von Pepe, jedoch hatten wir einen fantastischen Blick auf Izmir und eine wunderbare Zeit mit Dogan und einer Freundin von ihm. Am nächsten Tag hat Dogan (Doahn ausgesprochen) uns den ganzen Tag in Izmir rumgeführt wo wir Shisha geraucht, die günstigen Preise im Verhältnis zu Istanbul genossen, Museen besichtigt und die Küste erkundet haben. Am Abend ging es dann in eine Rockkneipe und danach zu einem türkischen Livekonzert wo dem verklemmten Publikum touristisch (mit Flipflops)- peinliche Tanzdarstellungen von unserer Seite geboten wurden. Wir konnten auch einige Leute animieren mitzumachen. Am nächsten Tag wurde  zusammen gefrühstückt und die letzten Stunden sehr ruhig verbracht. Es hat sich bei beiden Host weniger nach Couchsurfing, sondern eher dem Besuch von alten Freunden, angefühlt. Kann jedem dieses System nur ans Herz legen und werde es in Zukunft auch weiter betreiben.

Der Trip war wirklich sehr gelungen und eine weniger nötige aber schöne Abwechslung von der Arbeit die mich nun wieder hier im unglaublich luftfeuchten Istanbul erwartet. Hier nun die Bilder:

2 Antworten to “Tag 184: Antalya, Izmir uuuunnnnddd Gummersbach”

  1. Felix said

    Hallo Wolf,

    schön wieder hier von dir zu lesen und dass es so gut vorangeht mit deiner Bachelorarbeit! Kann mir gut vorstellen, dass es sich mit einem netten Getränk im Café schön arbeiten lässt. Hier in der Heimat schifft es ja nur noch in letzter Zeit.

    Deine Ausflüge und Erlebnisse hören sich ja wirklich spannend an. So was ist jedem nur zu gönnen – na gut, auch dir. Ich breche gerade alle Zelte ab in Erfurt. Brauchst du noch eine Bude? Mein Zimmer und auch nebenan wird ja nun frei. Falls du es noch ein Semester auf dem Campus aushältst?

    Vor Oktober kommst du ja nicht zurück, oder? Lass von dir hören! Der Liberalismus in Thüringen und die libertäre Revolution brauchen dich.

    In diesem Sinne: Bir bira, lütfen. Hoşça kalın!

  2. Irma said

    Hallo Wolf, so läßt sich der Sommer trotz arbeiten zu müssen, aushalten. Hier in Deutschland ist seit einiger Zeit vom Sommer nicht zu sehen. Ein erfrischenes Bad brauche ich hier nicht, eher eine Strickjacke.

    Weiterhin alles Gute
    Deine Irma

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