Wie die Produktion des Scheingeldes einige wenige auf Kosten aller begünstigt.

von Wolf von Laer.

Es ist sehr einleuchtend, dass durch alleiniges Bedrucken von Papier mit fiktiven Brücken kein Wohlstand geschaffen werden kann. Nichtsdestoweniger ist die Argumentation vieler Ökonomen genau diese: Die Geldmenge müsse ausgeweitet werden, um Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Daran ist zu zweifeln, und wir werden im Folgenden dieser Ansicht einige Argumente entgegensetzen.

Wie die Geldmengenausweitung zustande kommt

Wir betrachten im Folgenden den Euro, weil dieser in der Eurozone gesetzliches Zahlungsmittel ist. Der Euro ist größtenteils gedeckt durch Staatsschulden. Die Europäische Zentralbank (EZB) schafft zunächst Geld aus dem Nichts. Dieses wird in Form von Krediten an Banken weitergegeben. Banken hinterlegen im Gegenzug Sicherheiten bei der EZB, vorzugsweise Staatsschuldverschreibungen. Der frische Kredit von der EZB an die Banken kann dann weiter geliehen werden. Seit Anfang dieses Jahres muss für jeden Euro nur ein Cent hinterlegt werden. Jeder ausgegebene Bankkredit führt somit zu einer weiteren Ausdehnung der Geldmenge durch die Banken. Das bedeutet, dass Scheingeld durch Banken, aufgrund des Erwerbs von Schulden, geschaffen werden kann. Die Banken erhalten Zinsen auf die Staatsschuldverschreibungen. Das ist lukrativ, und somit werden mit den frischen Krediten häufig erneut Staatsschulden gekauft. Die Zinsen der Kredite, welche die EZB erhält (1%), sind niedriger als die Zinsen, welche die Bank auf die Staatsanleihen bekommen. Der Zinsgewinn für die Banken ist nahezu risikolos, und das stimuliert die Nachfrage des Finanzmarktes nach Staatsschuldtiteln.

Diese Abläufe der Geldschöpfung kann man nur als perfide bezeichnen. Es geht jedoch noch dreister. Während der Euroschuldenkrise wurden und werden Staatsanleihen von der EZB direkt abgekauft. Dies kommt einer Monetarisierung von Schulden gleich. Die etwas verdeckten Mechanismen des Staatsschuldenerwerbs durch den Intermediär Finanzsektor haben jedoch den gleichen Effekt. Die Interventionen der EZB zielen darauf ab, den wichtigsten Marktpreis, den Zins, zu manipulieren. Damit sollen Krisen abgeschwächt und Preisstabilität gewährleistet werden. Dieses hehre Ziel geht jedoch mit immensen Verzerrungen einher. Eine Beschreibung dieser Wirkungen auf verschiedene Marktakteure, aufgeteilt in Gewinner und Verlierer, wird im Folgenden unternommen.

Gewinner Nummer 1: der Finanzsektor

Der offensichtlichste Vorteil liegt darin, dass ein niedriger Zentralbankzins bedeutet, dass die Banken Kredite zu günstigen Konditionen bekommen. Diese günstigen Kredite werden dazu verwendet, meist Staatsanleihen zu kaufen, um damit einen Zinsunterschied als Gewinn abzuschöpfen. Dieser horrende Vorteil ist jedoch nicht der einzige. Ein weiterer Nutzen liegt in den absolut geringen Rücklagen von einem Prozent, welche die EZB vorschreibt. Banken können somit immer sehr viel mehr Scheingeld ausleihen, als sie eigentlich haben. Dies ist jedoch ein kleines Problem, da die EZB zweckdienlich auch als Rettungsnetz fungiert.

Durch die Institution Zentralbank können Banken fast risikolos gleichzeitig Geld aus dem Nichts schaffen und darauf Zinsen erhalten. Darüber hinaus werden sie noch durch den Kreditgeber der letzten Instanz (EZB) und von Einlagensicherungsgesetzen vor Bankrotten geschützt. Diese Rahmenbedingungen fördern risikoreiches Verhalten. Je mehr Risiko man aufnimmt, desto größer ist das Wachstumspotenzial.

Gewinner Nummer 2: der Staat

Der Staat ist in mehrfacher Sicht ein Profiteur des Scheingeldsystems.

1. Zinsgewinn: Die Geldmenge wird durch Kreditausgabe der EZB ausgeweitet. Die Zinsen, welche die EZB darauf erhält, werden – nach Deckung der eigenen Ausgaben – wieder an den Staat zurückgeführt.

2. Nahezu unendliche Nachfrage von Staatsanleihen durch den Finanzsektor: Neu geschaffenes Kreditgeld der Banken wird für den Kauf von Staatspapieren verwendet, da diese ein geringes Risiko und einen sicheren Zins versprechen. Somit ist eine Nachfrage nach staatlichen Schuldverschreibungen sicher, solange die EZB die Refinanzierungszinsen unter der Rendite der Staatsanleihen hält. Dies erklärt die seit Jahrzehnten steigende und sich mittlerweile auf einem Rekordhoch befindende öffentliche Verschuldung. Diese Verschuldung geht mit einer kontinuierlichen Geldmengenausweitung einher. Beträchtliche Preissteigerungen sind noch nicht zu sehen, da zurzeit noch das meiste Geld im Finanzsystem verbleibt.

3. Reduzierung des Wertes der Schulden durch Geldmengenausweitung: Die meisten Staaten der Erde sind verschuldet. Diese haben somit einen starken Anreiz, die Geldmenge weiter auszuweiten, um den Wert der Verschuldung in Anbetracht von Geldentwertung zu reduzieren. Per Definition wirkt jede emittierte Geldeinheit als eine Verringerung der Kaufkraft des restlichen Geldes. Wenn das Zinsniveau nur um einen Prozentpunkt steigen würde, dann würde das zusätzliche Kosten von 10 Mrd. EUR pro Jahr allein für den deutschen Fiskus bedeuten. Im jetzigen System werden jedoch alte Schulden mit der Aufnahme von neuen Schulden bezahlt.

Die Zentralbank erhält das Monopolprivileg zum Gelddrucken nur durch die Gewalt des Staates. Im Anbetracht dieses Faktums ist es schwer vorstellbar, dass eine Zentralbank entgegen den Interessen des Staates handeln würde. Die gegenwärtige Aufnahme von schlecht bewerteten Finanzpapieren und der direkte Staatsschuldenaufkauf durch die EZB bekräftigen diese Behauptung.

Verlierer ist die Allgemeinheit

Den Vorteilen des Papiergeldsystems für Staat und Banken stehen große Nachteile gegenüber, die von allen Bürgern und von manchen Bevölkerungsgruppen ganz besonders zu tragen sind.

1. Scheinboom und Rezession: Die Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule zeigt auf, welche negativen Folgen diese inflationäre Geldpolitik hat. Wenn der Zins künstlich reduziert wird, führt das zu einer Ausweitung der Geldmenge. Nun können günstig Kredite aufgenommen und Investitionen getätigt werden. Diese führen zu einem Boom, welcher jedoch enden muss, da die Produktionsmittel nicht mit der Ausweitung der Geldmenge automatisch mit angestiegen sind. Die Weisheit, dass der Kuchen erst gebacken werden muss, bevor er gegessen werden kann, gilt auch hier. Ressourcen sind weiterhin knapp. Diese Knappheit wurde im Aufschwung durch den veränderten Zins verdeckt. Dies bleibt allerdings nicht so, und früher oder später sieht sich der Unternehmer den knappen Ressourcen gegenüber. Es sind nicht Produktionsmittel vorhanden, um all die Investitionsvorhaben, welche durch die niedrigen Zinsen angeregt wurden, zu realisieren. Dies läutet die Krise ein. Diese Rezession kann als gesunde Angleichung der Preise auf ein reales Niveau angesehen werden. Meist wird jedoch dieser heilende Prozess durch neue Geldschwemme verhindert, welche weitere Blasen erzeugt. Das Problem wird verschlimmert und in die Zukunft getragen. Durch diese wiederkehrenden Konjunkturzyklen, welche Staaten, Banken und Unternehmen in den Ruin treiben und private Ersparnisse vernichten, sind vor allem die Bürger betroffen. Die Bürger sind die einzigen, welche in jedem Fall mit ihrem Eigentum für die schlechten Entscheidungen der verantwortlichen Politiker, Bürokraten und Banker haften.

2. Kreditgeber versus Kreditnehmer: Die korrekte Antizipation von Preisinflation und somit die korrekte Bestimmung des Realzinses für Kredite steigt im Schwierigkeitsgrad mit der Laufzeit des Kredites an. Die Wahrscheinlichkeit, dass Zinszahlungen durch gestiegene Preise nichtig gemacht werden, ist latent gegeben. Auf der anderen Seite ist Konsum durch Kreditaufnahme attraktiver, da durch die Preisinflation jede Geldeinheit, welche zurückgezahlt wird, weniger wert sein wird als die Benutzung in der Gegenwart. Es wird attraktiver, Kreditnehmer als Kreditgeber zu sein. Diese Anreizverschiebung drückt sich durch die sinkende Sparquote sowie die steigende private und öffentliche Verschuldung aus. Leider wird oftmals von der Politik vergessen, dass nur ohne Konsumverzicht (Sparen) Produktionsmittel in der Wirtschaft angehäuft werden. Ohne Sparen gibt es nur viele bunte Banknoten, aber keine Güter, welche für Investition und Produktion allerdings benötigt werden.

3. Inflationssteuer: Die unauffälligste Art und Weise, die Staatseinnahmen zu erhöhen, ist die Ausweitung der Geldmenge. Diese indirekte Besteuerung wird von den meisten Bürgern nicht wahrgenommen, weil das Verständnis für Geldtheorie fehlt, die Institution der Zentralbank nicht hinterfragt oder verstanden wird und der Prozess über einen langen Zeitraum sowie nicht homogen verläuft. Inflation wirkt somit wie eine Steuer auf das Halten von Geld. Direkt wird der Bürger jedoch sehr stark mit dem Problem konfrontiert. Was der Staat mehr an Geld drucken lässt und benutzt, wird sich als Kaufkraftverlust in den Geldbeuteln der Bürger durchschlagen. Weiterhin rutschen Bürger durch die steigenden Nominaleinkommen in höhere Einkommensklassen und müssen größere Anteile ihres Einkommens durch die vielfältigen prozentualen Steuern auf Einkommen, Umsatz, Eigentum und so weiter an den Staat abführen, ohne jedoch real an Vermögen gewonnen zu haben. Das ist die kalte Progression.

4. Umverteilung durch Cantillon-Effekt: Neu bedrucktes Papiergeld ist am wertvollsten in den Händen derjenigen, die zuerst darüber verfügen können. Dies sind in der Regel Banken, Staaten und staatsnahe Unternehmen. Bevor eine Preissteigerung als Effekt auftreten kann, muss neu geschaffenes Geld ausgegeben werden. Wenn dies geschieht, dann haben die Erstbenutzer den größten Nutzen, da sich die Preise zu dem Zeitpunkt noch nicht erhöht haben. Der reale Kaufkraftgewinn der Erstbenutzer (Staat und staatsnahe Industrien, Banken) ist eine Umverteilung zulasten derjenigen, welche das Geld zuletzt oder gar nicht erhalten. Nachdem das Geld ausgegeben wurde, bahnt es sich seinen Weg durch die Wirtschaft und erhöht dabei die Preise. Diejenigen, welche das Geld später erhalten, sehen sich nun höheren Preisen gegenüber. Besonders betroffen von dieser Umverteilung sind Bezieher von Festgeldeinkommen, wie Rentner, Arbeitslose, Vermieter mit Langzeitverträgen und andere Wirtschaftsakteure mit einem fixen Einkommen.

Fazit

Die Notenbanken und Geschäftsbanken haben mit ihrer massiven Geldmengenausweitung zur Griechenlandkrise wie auch zu den Immobilienblasen beigetragen. Sie haben private und staatliche Verschuldung in unglaubliche Höhen getrieben und erschweren unternehmerisches Handeln, welches fundamental auf zuverlässige Preise angewiesen ist. In Anbetracht der hier beschriebenen negativen Effekte für die Bürger sind die Argumente für das Bestehen einer Zentralbank (Krisenabschwächung und Preisstabilität) ad absurdum geführt.

Gäbe es kein Scheingeld und somit keine Möglichkeit des Staates, sich über die Köpfe der Bürger hinweg zu finanzieren, würden dem Wachstum des Staates enge Grenzen gesetzt werden. Die Fähigkeit, schier unendlich Geld aus dem Nichts zu kreieren, auszugeben und für die Konsequenzen nicht mit dem eigenen Eigentum haften zu müssen, ist für den Staat und seine Institutionen als Handlungsrahmen gegeben. Die hohen Kosten in Form von regelmäßigen Krisen, stetiger Enteignung und Umverteilung sowie allgemein schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen lasten jedoch allein auf dem Bürger.

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Der Beitrag erschien erstmals im Smart-Investor März 2012. Vielen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Eine ausführlichere Analyse der Verzerrungen und der Umverteilung durch das herrschende Papiergeldsystem liefert Wolf von Laer in seinem Buch „Probleme des etablierten Notenbankensystems – Free Banking als Alternative?“, Liberal Verlag, 2010, kostenlos herunterzuladen unter: www.freiheit.org/files/100/26-Notenbanksysteme-von Laer.pdf

Wolf von Laer absolviert zurzeit den Masterstudiengang Österreichische Schule der Nationalökonomie an der Rey Juan Carlos Universität in Madrid und ist im Vorstand der „European Students For Liberty“ tätig. Er ist Autor des Buches „Probleme des etablierten Notenbankensystems – Free Banking als Alternative?“ und Gewinner des Vernon Smith Prize 2011.

Monopole, öffentliche Güter und Externalitäten: wo der Markt nicht funktioniert, muss der Staat intervenieren. Heisst es.
Wenn es nur so einfach wäre

Marktversagen scheint allgegenwärtig zu sein. Wenn es so weit kommt und das tolpatschige Kind namens Markt versagt, dann müssen Vater Staat und Mutter Bürokratie eingreifen und die Dinge richten. So will es die ökonomische «Mainstreamtheorie». Entscheidende Fragen bleiben aber meist unbeantwortet: Wann liegt eigentlich genau ein Marktversagen vor? Und ganz wichtig: wer stellt wann und wo Marktversagen fest? Um dem Mythos näherzukommen, schauen wir uns die prominentesten Fälle von diagnostiziertem Marktversagen einmal genauer an.

Vermeintliches Marktversagen I: das Monopol

Jeder junge Ökonom hat nach den ersten Semestern zu wissen, dass Monopole schlecht für die «soziale Wohlfahrt» sind. Was ein Monopol ist, wird von Ökonomen jedoch selten klar definiert. Eine Definition besagt, dass ein Monopolist der einzige Anbieter eines Gutes ist. Dies liegt aber im Auge des Betrachters. Ein Kaffee-feinschmecker mag vielleicht nur den Kaffee von Starbucks. Jedoch bin ich, aufgrund meiner Koffeinabhängigkeit, sehr flexibel und trinke alles, was Koffein enthält. Für den Feinschmecker ist Starbucks folglich der Monopolist für guten Kaffee. Aus meiner Perspektive konkurriert Starbucks mit meiner Kaffeemaschine und mit jedem anderen Café und stellt für mich daher kein Monopol dar.

Eine andere Meinung besagt, dass das Vorhandensein eines Monopolpreises ein Monopol konstituiert. Diese Definition ist unzureichend, weil man nicht klar definieren kann, wann ein Preis ein Monopolpreis ist, und es niemals einseitige Kontrolle über den Preis gibt. Der Preis ist ein bilaterales Phänomen: er kommt nur zustande, wenn Käufer und Verkäufer damit einverstanden sind. Kontrolle hat jeder nur über seine eigene Einverständniserklärung, nicht über die des anderen.

Was aber, wenn es für ein Produkt bloss einen Anbieter gibt? Dann hat der Konsument für eine kurze Dauer in der Tat keine Wahlfreiheit und kann auf überhöhte Preise bloss durch Konsumverzicht oder -einschränkung reagieren. Doch werden automatisch andere Produzenten auf den Markt drängen, weil sie eine neue Geschäftsmöglichkeit wittern, und mit der Zeit Wahlfreiheit schaffen. Diese Überlegung führt uns zu einer einleuchtenden Definition von Monopol. Sie wurde im 20. Jahrhundert von Ludwig von Mises vertreten, geht allerdings auf den Juristen Lord Coke im 17. Jahrhundert zurück. Danach ist ein Monopol dann gegeben, wenn eine Institution durch den Staat das alleinige Privileg geniesst, ein Gut zu produzieren. Mittel- bis langfristig gibt es in der Tat keine Beispiele von Monopolen, die ohne die Hilfe des Staates überleben konnten.

Vermeintliches Marktversagen II: öffentliche Güter

Ein oft gehörtes Argument lautet, dass manche Güter nicht vom Markt bereitgestellt werden könnten. Nach der Theorie zeichnen sich sogenannte öffentliche Güter durch zwei Kriterien aus: sie können durch eine sehr grosse Anzahl von Leuten gleichzeitig konsumiert werden (Nichtrivalität) und niemand kann von ihrem Konsum ausgeschlossen werden (Nichtausschliessbarkeit). Wenn der Zugang zu einem Gut allen Konsumenten gleichzeitig freisteht, kann dafür auch kein Preis verlangt werden. Wenn kein Preis verlangt werden kann, gibt es keinen Anreiz für private Produzenten, das Gut anzubieten. Deshalb soll die öffentliche Hand die Versorgung mit öffentlichen Gütern übernehmen. Häufig genannte Beispiele für solche Güter sind Leuchttürme, Parks und Feuerwerke. Das Problem dieser Argumentation: solche Güter wurden und werden tatsächlich immer wieder vom Markt bereitgestellt. Das Vorhandensein öffentlicher Güter beweist also nichts bzw. nur, dass der Staat sich das Recht herausnimmt, sie zu produzieren.

Ein unterstützendes Argument für die öffentliche Gütertheorie besagt, dass der Markt diese Produkte zwar eventuell herstellen kann, dies jedoch in unzureichender Menge tun wird, weil Trittbrettfahrer die Situation ausnutzen. Dieses Argument mag stimmig wirken, es ist indessen eine «Anmassung von Wissen»: Wir können unmöglich wissen, ob Marktakteure ein Produkt nicht kaufen, weil sie es nicht wünschen oder weil sie trittbrettfahren wollen. Natürlich wird man ein «kostenlos» bereitgestelltes Produkt häufiger nutzen als ein Produkt, für das man direkt bezahlen muss. Der «soziale Nutzen» ist bei der kostenlosen Bereitstellung immer höher – aber nur, wenn man dabei die Verluste durch Besteuerung, Bürokratie und vieles mehr ignoriert. Wäre die öffentliche Gütertheorie gültig, dürften auch so nützliche und monetär kostenlose Produkte wie Facebook, Google-Suche, Online-Übersetzungsdienstleister und Wikipedia nicht existieren.

Vermeintliches Marktversagen III: Externalitäten

 Wenn negative oder positive Effekte auf Dritte nicht eingepreist werden, spricht man von Externalitäten. Sie taugen jedoch nicht als Begründung für Marktversagen – aus einem einfachen Grund: sie sind allgegenwärtig. Es ist wirklich schwer, über eine Handlung nachzudenken, die keine Effekte auf Dritte hat. Hält man sich an diese Logik, stellen sogar Socken eine Externalität dar und müssen für jeden vom Staat bereitgestellt werden. Warum? Wenn ich keine Socken trage, bekomme ich eventuell stinkende Füsse und sogar Krankheiten, die sich vielleicht auf andere übertragen. Dies wird die Krankenkassen zusätzlich belasten und negative Wohlfahrtseffekte auslösen. Ergo: der Staat muss Socken für das Wohl aller bereitstellen. Dieses leicht abgewandelte Beispiel des Ökonomen Walter Block zeigt die unrealistischen Implikationen von Externalitäten als Legitimation für Staatseingriffe.

Es geht an dieser Stelle nicht darum, das alte Lied von den perfekten Märkten zu singen, sondern auszuloten, welches System die besseren Anreize bereitstellt, mit der offensichtlichen Fehlerhaftigkeit des Menschen umzugehen. Nur weil der Staat sich um ein Problem kümmert, heisst dies noch nicht, dass jenes auch effizient behoben wird. Für den Unternehmer stellt jeder Fehler auf dem Markt, jede Verunreinigung, jede Fehlallokation einen Profitanreiz dar. Konsumenten auszunutzen oder zu betrügen, kann nur ein temporäres Phänomen sein, da entweder Betrug schon durch das Rechtssystem geregelt wird oder das Beheben des Fehlers lukrativ ist. Ein Beispiel: Wenn ein Strassenverkäufer ungeniessbare Muscheln anbietet und seinen Kunden davon schlecht wird, dann stellt das eine Möglichkeit für einen anderen Unternehmer dar. Durch Wirtschaftsrechnung setzt der Unternehmer relevante Informationen und Preise miteinander in Bezug und versucht zu quantifizieren, welchen Ertrag er erwirtschaften kann. Mit dem Angebot von hochwertigen Muscheln lässt sich ein erhöhter Umsatz anpeilen, weil die unbefriedigten Kunden wahrscheinlich das bessere Angebot wahrnehmen werden. Auf einem freien Markt kann nur nachhaltiger Profit gemacht werden, wenn Produkte und Services bereitgestellt werden, die die Konsumenten haben wollen. Wer den Kunden nicht zufriedenstellt, generiert keinen Profit, sondern erleidet langfristig Verlust. Dieser Mechanismus stellt eine effiziente und schnelle Rückmeldung für den Unternehmer dar.

Der Lernprozess des Marktes mag einem zu langsam erscheinen und der Weg der staatlichen Regulierung scheint das Muschelproblem vermeintlich für immer aus dem Weg zu räumen. Jedoch wirkt das Verbot des Verkaufs von schlechten Muscheln nicht unbedingt langfristig. Zunächst ist es zwar verboten, schlechte Muscheln zu verkaufen, aber der Anreiz, Konsumenten hinters Licht zu führen, wurde nicht verlernt. Das bedeutet, dass nun vielleicht der Zulieferer von Muscheln einen anderen Datumsstempel auf die Waren drückt, um damit das Frischegebot zu umgehen. Bis dies dem zuständigen Beamten auffällt, ist schon einige Zeit vergangen und eine neue Regulierung ist erforderlich, um dieses Schlupfloch zu schliessen. Denkt man diese Logik weiter, führt sie zu einer Spirale des Interventionismus. Der Anreiz, jede neue Regulierung zu umgehen, besteht nämlich weiterhin.

Zurück zur Realität

Ein wichtiges Merkmal von Theorien des Marktversagens ist, dass sie oftmals dem Nirwana-Trugschluss zum Opfer fallen. Dieser liegt dann vor, wenn ein unrealistisches theoretisches Konstrukt mit der Realität verglichen und daraus abgeleitet wird, dass der Markt  unzureichend sei. Dabei wird ein Monopol mit dem Konstrukt des vollständigen Wettbewerbs verglichen. Das Konstrukt basiert auf Annahmen von homogenen Gütern, vollständigen Informationen und unendlich vielen Käufern und Verkäufern, von denen niemand den Marktpreis beeinflussen kann. Dies ist alles statisch. Diese Annahmen beschreiben jedoch keinen vollständigen Wettbewerb, sondern dessen vollständige Abwesenheit. Darum sind auch die Schlussfolgerungen ohne Bedeutung für die Wirklichkeit.

Den meisten Ökonomen ist klar, dass ihre Modelle eine Vereinfachung der Realität darstellen. Trotzdem verlassen Ökonomen den theoretischen Raum häufig, um dann mit diesen Theorien in einer normativen Weise Staatsinterventionen zu legitimieren. Wenn Märkte allerdings durch die ebenso fehlerbehafteten Regulierer umgangen werden, verhindert dies sogenanntes «Versagen» keineswegs. Das Umgehen von Märkten erschwert allerdings, dass eine unternehmerische Lösung gefunden wird. Und es führt zu einem regulatorischen Fehlerpotential, das weitaus grösser ist als das Versagen eines einzelnen Unternehmers.

Wolf von Laer ist im Vorstand der European Students for Liberty. Er ist Autor des Buches «Probleme des etablierten Notenbankensystems – Free Banking als Alternative?», Gewinner des Vernon Smith Prize 2011 und studiert Austrian Economics an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid.

Dieser Beitrag ist im “Schweizer Monat” März 2012 erschienen – vielen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Yesterday, I came back from a seminar about the future of Europe from the Hayek Society in Germany. Before that I was in Liechtenstein for the first time of my life to accept the Vernon Smith Prize. I have never been in such a small country and I liked it a lot. Folks I spoke to had a good opinion about the royal family and I learned nasty things about Austria and Germany. The latter forced the 35,000 citizen country to open up a financial market supervision unit. This being badly enough the costs of the new bureaucracy manned only with Austrians and Germans had to be paid by the government of Liechtenstein. The rent alone was over 200,000 Francs. The duke objected and was not willing to pay such a high amount. However, the next step of the Germans and Austrians was to buy the whole building, without communicating the price, and to give the whole budget at the end of the year to the state of Liechtenstein.

I think this is appalling! Disclaimer: THis information I got from a conversation with a Liechtensteiner. Did not do any additional research.

Now, some pictures from this lovely country in which all the villages have the right to seceded whenever they want.

Here you can download the articles of the three winners: http://www.ecaef.li/index.php?catID=341&navID=341&GOTO=1

Posted on January 23, 2012 by Gabrielle Shiner on the SFL website: www.studentsforliberty.org


We are proud to announce that European Students For Liberty’s Executive Board member, Wolf von Laer, has earned 2nd place in the European Center of Austrian Economics Foundation‘s prestigious International Vernon Smith Prize.

The Vernon Smith Prize is highly competitive. This year alone the ECAEF received papers exploring the topic, “The Rule of Law in Decline,” from 21 different countries. The three winners, decided upon by an international jury, are granted thousands of euros and invited to present their papers at a special event in Vaduz, the Principality of Liechtenstein on January 30th.

Wolf von Laer is currently working towards his Master’s degree in Austrian Economics under Dr. Jesus Huerta de Soto at Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. He learned about the Vernon Smith Prize through the Institute for Humane Studies‘ Graduate Student Newsletter, which provides information on many great opportunities open to graduate students. Do you want to stay in the loop? Subscribe to the Graduate Student Newsletter and learn more about the great resources that the IHS provides for both undergraduates and graduate students. And remember that you can get updates about additional contests and opportunities by joining SFL’s network and following us on Facebook!

130 years ago, on the 29th of September 1881, Ludwig Heinrich Edler von Mises was born in Lemberg.  At that time part of the Austrian-Hungarian Empire, Lemberg is now called Lviv, and is located in Ukraine. This event had to be celebrated and so academics, representatives of Think-Tanks, and government officials from eight different countries came together to honor Mises with an academic conference about the “Economics and Bureaucracy in an Open Society”.

One might think that bureaucrats would react reluctantly to Mises’ ideas. Nevertheless, the event was organized by Dr. Mykola Bunyk and Prof. Dr. Volodymyr Zahorskyy from the Institute of Public Administration and the National Academy of State Management. Mises shows understanding for the bureaucrat in his book “Bureaucracy,” but makes it clear that the alleged good intentions of the bureaucrat have to fail before the reality of the incentive and decision-making framework of governmental institutions. These and more questions were debated critically by academics from Ukraine like Prof. Dr.Viktor Borshchevskyy with a presentation about bureaucracy in transitional societies, Kateryna Kantur with a case study of the negative consequences of regulation in the Ukrainian oil market, and with a discussion of the impossibility of accurate economical predictions by Russian professor Dr. Andrey Zaostrovtsev.

I was quite excited before my first speech at an academic conference. My paper was about the “Limitations of Regulation” and my goal was to give a comprehensive overview about the manifold arguments of the Austrian School of Economics against regulation. We started with a distinction between law, how it evolves and how regulation differs from that. Following, we discussed the justification of government regulation i.e. Public Goods and Monopoly Theory, and rejected this due to the indistinct concepts and in parts ridiculous conclusions (Socks as a Public Good[1]). The last part of my speech was focusing on the difference in the decision making framework of entrepreneurs and regulators. The regulator has no mechanism how to interpret prices and no feedback mechanism about his regulations. He gets his orders what to regulate from his job description and from politicians. He cannot interpret prices and must therefore regulate blindfolded without insufficient information about the subject he will regulate and without any information of the effects and the consequences of his orders. The entrepreneur on the other hand has always a profit motive to internalize market disruptions. If he does a good job he gets rewarded with a profit, if not he will suffer losses. This was an important distinction to make which I broke down graphically. Some questions about regulations within the healthcare field were asked and I could answer them with the staggering numbers of a paper by Kazman[2]. In this paper he shows that due to the holding back of one drug of the FDA circa 100.000 people have died. I made it clear that my paper was not about which system is perfect, but about which system creates the better incentive structure and therefore possibilities to internalize the problem that man can err.

It was a beautiful experience to see that Austrian Economics is alive and active in Eastern Europe as an interdisciplinary school of thought. This was stressed by the fact that philosophers from Ukraine, Austria, and even from the United States of America came to Lviv to present papers. For example, Eugen-Maria Schulak, who owns a private philosophical practice in Austria, spoke about Mises’ epistemology, and Prof. Dr. William Edward Kline from Illinois spoke about Austrian business ethics.

The event finished with a ceremonial unveiling of a badge of honor at Ludwig von Mises’ birthplace, which was only discovered two months ago. The badge was funded by voluntary donations from citizens from all over Ukraine. These people only knew each other through a Facebook group and came up with the design and the necessary funding for the badge. The result is, like its process, extraordinary, and resembles the lively interest and passion for Austrian Economics all around the world.


[1] Laer, Wolf von: “The Limitations of Regulation”, 2011, p. 6.

[2] Kazman, Sam: “Drug Approvals and Deadly Delays”, Journal of American Physicians and Surgeons, Vol. 15, Nr. 4, 2010.

(Blog post appeared first at http://studentsforliberty.org/news/back-to-the-roots-austrian-economics-summit-in-vienna)

 

Last week the Austrian School of Economics returned to their roots. The Mises Supporter Summit was held in Vienna and attracted a lot of attention. 210 people from over 25 countries attended the three day Summit at the Academy of Science in the heart of Vienna.

The participants learned about the history, uprising and protagonists of the Austrian School. It is not a homogenous school and their roots go back further than the founder Carl Menger. Gabrielle Calzada, my professor in my Austrian Economics Masters degree program and president of the Juan de Mariana Institute in Madrid, lectured about the Spanish Scholastics. This group of highly educated and well-read theologians realized that they had to study Economics in order to understand the world around them and to advocate a moral system according to reality and their beliefs. They established magnificent insights about economics in the 16th and 17th centuries. Long before Adam Smith these scholars discovered theories like time preference, subjective value theory (which was lost and lead to the Water-Diamond-Paradox that classical economist could not solve) and that markets are dynamic institutions.

It was a beautiful experience to sit in the Academy of Science which was completed in 1755 and to listen to great speeches about a variety of topics, such as the life of Mises in Vienna, the rising awareness of the failing fiat money system, the upcoming free-banking debate in England and the Tragedy of the Euro (brilliant book from Philipp Bagus, a young Austrian economist who is another teacher of mine). It felt wonderful to be with so many people excited about Libertarianism and Austrian Economics, in the very same room in which Carl Menger and Eugen Böhm von Bawerk taught classes more than one century ago.

A panel of different international Mises Institutes were represented,. It was exciting to hear from the increasing interest and the achievements of Mises Institutes from Brazil, Czech Republic, Romania and Sweden. I am especially excited about an upcoming book in 2012 from the Mises Institute Sweden which is debunking the myth that interventionism and economic planning works in Sweden. Joakim Fagerström stressed this point: “Sweden: the country where everything is for free. This is of course bogus and it comes at a high price.”

We now have new groups in Austria and Spain in our network and more and more people are interested in Students for Liberty. We are working hard to extend our network. It looks good, but we still have plenty of work to do. Please support us to bring back Austrian Economics and Libertarianism to Europe

Arrival in Madrid

September 11, 2011

Since two days I am now in Madrid. Since a few hours I have a new home. Everything was quite stressful and I could not update my blog. It is still stressful but I want to give you guys a sign of life.

Last weekend I hold my first semi-professional presentation at a seminar in Gummersbach. The Friedrich-Naumann-Foundation organized an event about central-banks and I spoke about the Austrian Business Cycle Theory and the Austrian School in general. People have been quite interested and it was fun. After the seminar I caught my flight to Madrid. Yesterday Monday I was searching for a place to stay and already had my first class with Philipp Bagus (professor and author of the book “The Tragedy of the Euro“). Now I have a place and will move there tonight with my 30 kilos of stuff I have with me.

Unfortunately there is no time to relax. I have to hand in a paper about the limitations of regulation until the 15th of September for my first academic conference in Lviv Ukraine (31st September -1st October). On the 17th I am leaving Madrid for the Mises Supporter Summit in Vienna. This sounds like fun and I am excited about the different topics (http://mises.org/events/146).

The aticle was published first at the Students for Liberty Website

I think I have realized it now. I am an Executive Board Member of Students for Liberty (SFL). This student organization exists since three years and operates mainly in the U.S.A. and since this 24th-26th of June in Europe as well. The professionalism of the webinars previous to last week’s retreat (kick-off conference) at the Institute of Economic Affairs made me already excited. However, I only have realized what an incredible life changing step I made with my application for the European SFL (ESFL) board, when I stopped for a second in the meetings and realized what was going on: Nine students made their ways from all around the world (Hong Kong, Argentina, USA, Lithuania, Italy, Germany, Belgium) to London to plan the future of the classical liberal or libertarian student movement in Europe.

Sitting in suits and talking about business plans, theory of social change, planning of conferences with 150 people (Save the date: 4th – 6th of November in Brussels), outreach, media communication and our tasks within Europe, was an incredible experience and gives me hope for the future of Europe in face of all the problems like bail-outs, transfer union, violation of civil rights, police violence, indebtedness, monetary expansion without limits and so much more. I took ownership over certain projects and I am sitting in my plane toward NYC, working on different topics and just smiling about the possibilities and interesting challenges I will encounter, about the people I am going to meet, the new things I will do and the knowledge I will gain. A first taste of this was a meeting with the Think-Tank Open Europe. The day after the three day retreat we suited up again and went with three people to the meeting. As a newbie in the organization, I took over the moderation and the introduction and explained them what we are doing, what we have done and what is going to happen in Europe. It was a fantastic experience and we found out a lot of ways to collaborate. This was incredibly fun and I am looking forward to more meetings in the US to spread the word about ESFL.

A little bit of background knowledge for the people who do not know Students for Liberty: We are a non-profit organization from students for students dedicated to communicate the ideas of Freedom. The focus has been mainly in the U.S. so far and SFL has done a tremendous job. After only three years of existence, over 500 students groups are members of the network, one free book has been published and another one about the Morality of Capitalism (100.000 copies) is on its way. Last year SFL ran nine conferences with over 1600 participants. The biggest one included a taping of the Stossel Show and had over 500 attendees. The next year’s conference from 17th -19th February 2012 in D.C. is going to be even bigger. It is impossible for me to picture this, but it must be monumental.

Our goal is to become THE resource for pro-liberty students all over the world. We are doing this by providing resources, like books, online seminars with famous speakers, information about possibilities for internships, conferences, and seminars. An important part of our work is to offer training to students. Every student group or student has a regional director she or he can consult. In addition to that SFL is running a Campus Coordinator Program and is providing useful handbooks how to run a student group. The last thing what we are focusing on is networking. Libertarian students are (especially in Europe) normally quite alone on the social-democratic campuses. Let me tell you: YOU ARE NOT ALONE. There are plenty of us out there and we get more every day. We are working with a lot of key figures of liberty, with think-tanks and other organization to provide the best possibilities for libertarian students. (It is self-evident that we do not work together with any kind of racist, sexist, homophobe, xenophobe, and conspiracy theorists organization.)

We are focusing on the ideas and encouraging discussions about different philosophies. We are not preaching that there is only one way of achieving liberty. Therefore, our definition of liberty is open, but we are stressing the importance of civil liberty to life one’s life as one wishes, of economic liberty to have the opportunity to provide for one’s life, and academic freedom. Times are changing and people are waking up. The desire for something new is not only visible in Spain or Greece. Also, a bigger and steady growing amount of brave Belarusians face the totalitarian apparatus of Lukashenko on Minsk’s streets. Unfortunately, the proposed solution often seems to be once more statism, what screwed them and us over in the first place and what was tried for far too long. It is time for our generation to communicate the ideas of freedom. It is time for the European Students for Liberty.

That’s right 4.375 kilometers in two weeks. It was an intense but beautiful trip with a lot of different facets. I started of with a 14 hours bus trip to Iguazu. These are waterfalls at the border area of Brasil and Argentina. Just check out the pictures, I think they speak for themselves. Here is the link to see my itinerary: http://tinyurl.com/64xrox4

After two nice days in Iguazu I left for Asunción, the capital of Paraguay. Since I was working until the last days before leaving for my trip I was not really prepared. Traveling in countries where you do not speak the language that good should go with preparation. That was one of the lessons I have learned. It is totally doable without knowledge but its more difficult and unpreparedness can get you in messy situations. Like living as a illegal immigrant for five days in Paraguay. But to increase the excitement I want to write some lines about Asunción. The city at itself is very interesting and totally different from Argentina. Much more crowded polluted and the gap between rich and poor are direct next to each other. I have seen villas (slums) in Argentina but not two minutes away from huge governmental buildings. Ironic somehow, but very understandable in face of the fact that Paraguay has the most corrupt politicians in Latin America. I had a very good time because of the friendliness of the people, the food, the huge market districts which reminded me of Turkey and Syria and of course my couchsurfing hosts. I have stayed with two Paraguayans (Anai and Victor) and one Cyril (France). All of them were my couchsurfing hosts, but I was not the only guest. In their house stayed another French guy, a British guy, me and Gabriele from Italy. It was incredible: Everybody was hanging out with each other, went on different trips, cooking dinner together, cleaned the whole house, went out etc.  This was an awesome experience and this was the reason why I stayed quite long in Asunción. This and the problem I had with my passport. It was weighing heavy on my conscious. My bus went into Ciudad del Este, which is a famous city for being smuggled goods. Unfortunately I had no time because I wanted to get as fast as possible to Asunción. Unfortunately, I was not aware of the fact that they do not stop at the Paraguayan border at Ciudad del Este. I got only an exit stamp in Argentina but not an entry stamp in Paraguay for whatever reasons. Since nobody got it I was not that concerned about it, but then I spoke to the people in Asunción and I realized the problem after some research. I was even more concerned and was pretty tense because of this. After some days with free Ballet, hippie markets (where I met German Paraguayans who were selling Currywurst), and a visit in a museum about torture during the Stroessner dictatorship I finally left with Gabriele. That was pretty good because he is able to speak Spanish fluently. I made up a plan and gave him all my pesos and Guaranis. I only hold around 100.000 which is approximately 20 Euros. I was quite sure that they will ask for money at the boarder. So it was the guy was quite happy when he noticed that I do not have an entry stamp. He asked for circa 200.000. I explained him my situation and told him that the busdriver said that I do not need a stamp, looked very sad, said a lot “disculpe” and “lo siento”. He asked my friend for additional money as well, but he told him that he does not know me and only met me on the bus. Finally I only paid the 100.000 guarani and left Paraguay and of course got all my money back from my friend. It was very exciting but I think such lessons have to be learned. After two bus trips of a total of 18 hours I arrived in Salta.

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One step out of the bus and I found a very competitive hostel market there. Guys with fylers, photos and lot of information waited for me. Approximately 18 Euros for three nights with free-wifi breakfast, good service was a very good deal. They even paid my taxi to the hostel. Anyway, I was not quite sure what to do so I was just strolling around to check out some tourist offers. I could not find the company I was looking for so I called them. I just wanted to ask some questions about bungee jumping, because I was really not sure about all this. They paid my cab and I decided to do it. Ten minutes later I sat in a private car which drove me to the bridge where I was going to jump down from. For around 30 Euros it was totally worth it. Talked to the friendly lady who was driving me for two hours and practiced my Spanish. The jump itself was quite short but intense. People on the other side of the bridge where cheering and that helped me to let myself fall.

The next day I only stayed in and worked on a lot of organizational work. At the next day I climbed a mountain checked out the city and met with a French girl. We had a mutual friend from Rosario and it was a very good idea to met her, because we went to a very traditional place out of town. All the time some new guitar players and singers came in and started singing. Food was delicious and the atmosphere excellent. No tourists very authentic.

My last day in Salta started very early because I booked a tour. We drove the whole day, had a good English and Spanish speaking tour guide and we saw amazing places:

After Salta I spent two days in Cordoba and couchsurfed there. It was a very short visit but it was fun. I have been in Che Guevara museum in a little town nearby Cordoba. Was interesting but of course as you might know I am not a huge fan of him (in general not of people who are willing to kill innocent people for their believes). Then I visited for the last day Diegos family in a very small village. We had a good time visiting some farms around there and playing gold in his garden. Was very nice because I got some rest, excellent food and some nice chats with him and his wife. At the night I left for Buenos Aires to spend my last two days in Argentina in the capital. I was hanging out with Roland Sennholz the grandchild of the famous Austrian Economist. That was quite fun! After six days or so I will leave London tomorrow to fly to the New York. I will update you soon what happened here in London and what is going on in the USA. Have not had a comment in a while. Can somebody please change that?

In the moment I am sitting in my plane towards London. Finally I find some time to update my blog. I am sorry for not posting so much but in the period before my trip within Argentina and Paraguay there was a lot of work and not so many interesting things happened.

Daily routine: getting up early, going to classes, drinking mate and café to survive classes, grab some food from some kind of diner, working until the night on the translation of my book and a lot of other things (German bureaucracies, flight booking for my upcoming seminars in the US, e-mails and so on).

The weekly webinars from the Students for Liberty have been a break from the normal routine.. At 11 am in the morning we listened to lectures about a variety of topics. The participants were distributed over eight different countries and four continents. We got introduced to topics about fundraising, communication with the media, organization of conferences, leadership and many more topics. The professionalism of the Students for Liberty USA, which is reflected by the tremendous success of this organization in the US, and the quality of the other members of the European executive board is fantastic and it makes me quite excited to meet all these great individuals within the next days.

Another interesting experience was my visit at the Atucha II, which is a nuclear power plant in construction. It was not only interesting to see all these technology and to wander around part of the plant where later the fuel rods will be set in. Furthermore was this governmental project a perfect example of corruption. For every worker who was working four other were standing around him doing nothing. It was incredibly. I am quite sure that the labor unions, the governmental official who were handing out the contract and the construction company are very happy about how it went. The costs are of course paid by the taxpayers.

Some days later I invited Diego and some other friends to my farewell dinner in the same place where I had my first Asado on my first night in Argentina. It was very tasty and afterwards we have seen coincidentally a strange spectacle in form of an Uruguayan dance. Take a look at the pictures. Some kind of carnival to get rid of ghosts or something like that. Looked like fun anyway.

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